Dienstag, 25. September 2012

John Bonham


Kindheit und Jugend


John Henry Bonham wurde am 31, Mai 1948 in Redditch in Worchestershire, England geboren. Seine Geburt verlief recht schwierig. Nach 26 Stunden erblickte er das Licht der Welt, atmete aber nicht. Es gelang dem herbeigeholten Arzt jedoch, ihn wiederzubeleben.
Er war der älteste Sohn seiner Eltern John Henry („Jack“) und Joan Bonham und hatte zwei jüngere Geschwister: den drei Jahre jüngeren Michael und die 14 Jahre jüngere Deborah. Sein Vater arbeitete als Tischler im Familienbetrieb des Großvaters, seine Mutter hatte einen Laden. Dadurch konnte John und seinem Bruder Michael der Besuch einer Privatschule ermöglicht werden. Die Familie lebte in einem kleinen Haus in der Vorstadt.
Schon im Alter von fünf Jahren wusste John nach eigener Aussage, dass er Drummer werden wollte. Er trommelte auf Badesalz- und Kaffeedosen herum, die er für einen besonderen Sound mit Draht präpariert hatte. Mit anderen Instrumenten konnte er nichts anfangen. Seine Eltern versuchten, es nicht ernst zu nehmen, anscheinend dachten sie, dass John irgendwann damit aufhören und sich anderen Dingen zuwenden würde.
Das war allerdings nicht der Fall und als John zehn Jahre alt war, schenkte seine Mutter ihm eine Snare-Drum. Die erste Band, in der John spielte, war das Blue Star Trio. Damals war er fünfzehn und hatte von seinen Eltern gerade sein erstes komplettes Drum Kit erhalten.
Mit sechzehn verließ er die Schule und arbeitete für seinen Vater. Nebenbei spielte er in mehreren Bands, unter anderem bei Terry Webb&The Spiders. Ihnen blieb er ein Jahr lang treu, dann schloss er sich A Walk of Life an.  
Im selben Jahr lernte John auch Pat Phillips kennen, und zwar bei einem seiner Gigs in Kidderminster. Im nächsten Jahr heirateten die beiden, weil Pat mit ihrem ersten Sohn Jason schwanger war.
Das Paar wohnte im Wohnwagen von Johns Vater. Um seine Familie durchzubringen, arbeitete John bei einem Schneider.
Später lebte die Familie in einer Wohnung in Eve Hill, Dudley.

Ruf als Schlagzeuger


John war laut seinem Bruder Michael bekannt dafür, öfters die Band zu wechseln, sollte sich für ihn etwas Besseres ergeben. Man wusste nie genau, ob „Bonzo“ beim nächsten Konzert noch dabei sein würde.
Manchmal ging er mit Freunden zu den Konzerten anderer Bands. Wenn er deren Schlagzeuger für schwach hielt, bot er den anderen Bandmitgliedern an, ihnen zu zeigen wie er spielte. John spielte sehr energisch und laut, so hatte der andere Schlagzeuger keine Chance und verlor seinen Job.
Bonhams Ruf als einer der besten Drummer verbreitete sich in den Midlands, allerdings wollten einige Clubs die Bands, in denen er spielte nicht buchen, da er sehr laut spielte und dabei manchmal auch etwas zu Bruch ging. Seine Soli zum Song moby Dick konnten auf Led Zeppelin-Konzerten bis zu einer halben Stunde dauern. Laut eigener Aussage merkte er aber nie, wie lange das wirklich war. Außerdem spielte er auch gerne mit vier Drumsticks oder benutzte seine bloßen Hände. Das Equipment wurde ständig erweitert zum Beispiel mit Congas oder einem Gong.
Sein erster Förderer Ed Pilling sagte später, John und sein aggressives Schlagzeugspiel würden sich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Tatsächlich ging er wohl keiner Prügelei aus dem Weg, auch wenn er sie nicht selbst provozierte, sah er es als eine Möglichkeit, Dampf abzulassen.
Zu keiner Zeit erhielt Bonzos Schlagzeug-Besessenheit einen Dämpfer. Ehrgeizig verbesserte er seine Spielweise, machte sie energischer, tauschte sich mit anderen Drummern aus, lernte laut, dabei aber weniger zerstörerisch  zu spielen, gab seinen eigenen Charakter dazu. Es gab nichts Schlimmeres für ihn las wie der Rest der Masse zu klingen.
Von Kritikern, die ihn als zu lau bezeichneten, ließ er sich nicht einschüchtern. So schickte er Johnny Haynes von den Zella Studios, der ihn seinerzeit als zu laut für eine Aufnahme befunden hatte, eine goldene Led Zeppelin-Platte mit ironischem Kommentar.
Unterricht hatte Bonzo im Übrigen niemals genommen, auch wenn er als Teenager manchmal andere Schlagzeuger um Rat fragte. 

Led Zeppelin


Als Jimmy Pages bekannte Band The Yardbirds, in der er erst Bass, dann Leadgitarre gespielt hatte, sich auflösten, wollte er weitermachen und suchte mithilfe seines Managers Peter Grant nach neuen Mitgliedern. John Paul Jones meldete sich bald bei ihm und erwies sich als talentierter Bassist, also wurde er aufgenommen. Robert Plant wurde als Sänger empfohlen. 1965 hatte John Bonham Robert Plant kennengelernt, als die beiden bei The Band of Joy zusammen gespielt hatten und so schlug Plant ihn als Schlagzeuger vor.
Page und Grant sahen sich eine Performance des Drummers an, der damals mit Folksänger Tim Rose tourte. Jimmy war sofort überzeugt, dass es sich hier um den richtigen Mann handelte, aber John hatte einige prestigeträchtigere Angebote von Joe Cocker und Chris Farlowe. Es kostete Plant und Grant einige Überredungskraft, aber schließlich gewannen sie Bonzo für The New Yardbirds, wie sich die Band erst einmal nannte, um noch eine Skandinavientour absolvieren zu können. Grant handelte einen Vertrag mit Atlantic Records aus, der der Band kreative und finanzielle Freiheiten bot.
Nur einen Monat später wählte man den neuen Namen Led Zeppelin. Auf dem ersten Album, dessen Produktion nur 30 Stunden dauerte, ist die abstürzende Hindenburg zu sehen.
Die Gruppe nahm ihre Musik stets wichtiger als Kritiken und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Anfangs wurden sie teilweise harsch für ihren Stil kritisiert, viele sahen in ihrer Musik ein Werk des Teufels oder bezeichneten sie als untalentiert. Bonham war nicht der einzige Revolutionär der Band. Robert Plants Stimme gab der Presse ebenfalls Boden für Kritik: Die Frankfurter Allgemeine bezeichnete ihn als Schreihals.
Das vierte Studioalbum der Band trug keinen Titel, sondern vier Zeichen.

Names, titles and things like that do not mean a thing.
Jimmy Page

Led Zeppelin tourten viel und ausgiebig. Während der Tourneen kam es zu Alkohol- und Drogenexzessen, sexuellen Ausschweifungen, unter anderem mit minderjährigen Groupies, und teilweise gewalttätigen Übergriffen.
Wenn John Bonham nüchtern war, war er laut Aussage diverser Crewmitglieder und Groupies der netteste Mensch auf Erden. Betrank er sich, was immer öfter der Fall war, wurde er eine vollkommen andere Person. Er wurde aggressiver, cholerisch, rastete aus. Eine Kellnerin, die ihn nach Ladenschluss nicht mehr bedienen wollte, bedrohte er mit einem Messer. Eine Reporterin befürchtete, er würde sie vergewaltigen. 
Der Alkohol brachte das Biest in Bonham zum Vorschein. 


Privatleben


So extrem wie John Bonham sich bei den Tourneen gab, so still war sein Privatleben auf einer Farm namens The Old Hyde in der Nähe von Rushock, wo er auch einen Pub besaß. Durch seinen Wohlstand konnte er es sich leisten, alte Autos und Motorräder zu sammeln. 1975 kam sein zweites Kind mit Pat zur Welt, Tochter Zoe.

Tod


Im September 1980 begannen Led Zeppelin mit den Proben für ihre Nord Amerika Tour. Robert Plant und John Bonham machten sich zusammen auf den Weg. Im Auto sagte John zu Robert, er wäre kein so guter Schlagzeiger mehr und es gäbe viele, die besser spielten als er. Daraufhin schlug er frustriert vor, sie sollten doch Rollen tauschen und er würde eben singen.
Es würde ihre letzte Probe werden.
Am Mittag des 24. September begann John sein Trinkgelage, das bis Mitternacht dauerte. Er trank einige Flaschen Bier und an die 40 Wodkas, dann wurde er auf einem Sofa bewusstlos. Ein Assistent brachte ihn in sein Bett in Jimmy Pages nahegelegenem Haus und legte ihn mit Kissen im Rücken auf die Seite, damit er seinen Rausch ausschlafen konnte.
Am Morgen des 25. Septembers wollten Bassist John Paul Jones und Manager Benje LeFevre nach ihm sehen und mussten feststellen, dass er in der Nacht gestorben war. Ein Krankenwagen und die Polizei wurden gerufen, doch man konnte weder etwas für John tun noch irgendein Fremdverschulden nachweisen.
Die Todesursache war das Ersticken am eigenen Erbrochenen, offiziell angegeben als überhöhter Alkoholkonsum. Die hinterbliebenen Musiker vermuten, dass John private oder persönliche Probleme hatte. Entgegen der Anweisungen ihrer Plattenfirma lösten sich Led Zeppelin auf.
Am 10. Oktober 1980 wurde John Bonhams Urne nahe seiner Farm The Old Hyde auf dem Friedhof von Rushock beigesetzt. Er wurde 32 Jahre alt.

Trivia

  • Sein Sohn Jason spielt ebenfalls Schlagzeug; auch seine Tochter interessiert ich sehr für Musik
  • Seine Schwester ist eine erfolgreiche Sängerin
  • Nach Johns Tod traten Led Zeppelin noch zweimal auf: bei Live Aid 1985 mit Phil Collins und beim 20-jährigen Jubiläum ihrer Plattenfirma Atlantic Records mit Jason Bonham
  • Die übrigen Mitglieder von Led Zeppelin stoppten die Verbreitung der Aufnahmen ihres Live Aid Auftrittes, der einen absoluten Tiefpunkt darstellte.
  • 2007 traten Led Zeppelin einmalig in der O2 Arena vor 20.000 glücklichen Fans auf. Der dazugehörige Film Celebration Day läuft seit kurzer Zeit in den Kinos.
  • Laut Empfehlung in den UK sollte man maximal 3-4 Wodkas trinken.
  • An Johns Grab hinterlassen Fans oft alkoholische Getränke oder Drumsticks 

Kommentar: Warum John Bonham?

Ja, ich bin vollkommen fasziniert von diesem Menschen (wie überhaupt von allem, was mit Led Zeppelin zu tun hat). Und es geht hier in erster Linie nicht um die zwei Seiten des John Bonham, sondern um ihn als Musiker. 
Wenn man sich Moby Dick anhört und dann sieht, wie dieser Berg von einem Mann hinter den Drums sitzt und darauf einhämmert, versteht man, woher der Spitzname Hammer of the Gods kommt. 
Man versteht, auch wenn man selbst nicht Schlagzeug spielt, in welchen Dimensionen man dieses Instrument nutzen kann, wie vielschichtig es ist, wie viel Können, Durchhaltevermögen und Gefühl es fordert, es zu beherrschen und was für einen großen Einfluss ein guter Drummer auf eine Band haben kann (und sollte). John Bonham konnte sich in einer Band wie Led Zeppelin derart profilieren, dass sie mit keinem anderen Schlagzeuger mehr weitermachen wollten. 
John Bonham verdanken wir, dass es Heavy Metal gibt.
Wir verdanken ihm, dass man zu Led Zeppelin Songs headbangen kann. 
Generationen von Schlagzeugern wurden von ihm inspiriert. 
Und das, obwohl er niemals Unterricht genommen hat. 

 Not everybody likes or understands a drum solo so I like to bring in effects and souns to keep their interest.
John Bonham 
  


Montag, 30. Juli 2012

Antoine de Saint-Exupéry


Childhood, youth and education in school


Antoine Jean-Baptiste Marie Roger Vicomte de Saint-Exupéry was born in Lyon on 29th June 1900. He was the third child out of five. Although his father died when he was just four years old Antoine’s childhood – until then spent at the family’s residence La Môle - was sheltered and happy. The family then moved to Le Mans in 1909 where Antoine was sent to a local school. Five years later a second move led the Saint-Exupérys to Ambérien-en-Bugey. In both of the two towns juvenile Antoine visited Jesuit Schools.  Finally Antoine attended a boarding school in Switzerland from 1915 to 1917. Here he achieved his Baccalauréat.

Attempts for a military career and military service for French air force


Antoine started to prepare for the service as a marine at Lycée Saint-Louis in Paris but eventually did not pass the exams after two years since he had inadequate marks in literature. It seems that he did not quite know what to do afterwards as he went to university to attend readings about architecture but as a mere visitor. Furthermore he tried to establish as a drawer, did drama and wrote poetry.
After all he began his military service in 1921 for the French air force where he was trained to be a pilot until 1923 when he suffered a skull fracture through a plane crash, was adjudged as not suited for further military work.

Working as a pilot and publishing literature


From then on Antoine worked as a deputy until he got jobs at different airlines. He also publishes his first literary work “L’aviateur”.  He went to Toulouse and worked as an aviator for transport flights to Dakar and Casablanca then he was transferred to Morocco.
In 1928 he published the novel “Courrier sud. The next year he became the director of an airline at Buenos Aires in Argentina. An air transport system for Patagonia was required.
It was already in 1931 that he returned to France and married author Consuelo Suncin Sandoval de Gómez. The couple never had children. He then worked on “Vol de nuit” and worked as a pilot for long-distance flights to Asia. From 1932 to 1939 he also worked as a journalist for different press institutions because the airline he had worked for was overtaken by Air France. At this stage his reputation as an author was already better than his image as an aviator. 
In 1935 he tried to reach the world record on a long-distance flight from Paris to Saigon but his plane crushed in the desert but he was able to do an emergency landing and survived. That caused further damage to his anyway endangered reputation. Stalin had invited him to Moscow in the same year. Antoine was obviously very impressed by the communistic principles as he published a praising piece of literature called “Moscou”, also visited the communist regime in Madrid during the Spanish Civil War and wrote two reports about those visits.
In February 1938 he wanted to set a world record when flying from New York City to Tierra del Fuego. Again his plane crushed – this time in Guatemala – and he was badly wounded. His novel “Terre des homes” deals with the experiences of the plane crush. The book was a bestseller and he won the “Grand Prix du Roman” with it.

Second World War and Death


Antoine was based at Algier from 1940 on to fly for exploration. He then emigrated and became a US citizen settling in New York. In 1943 he was for a start based at Algeria then at Sardegna.
Even though he was in war Antoine was very productive and wrote a lot such as his most memorable work “Le petite prince” which now is part of the world literature.
On 31st July 1944 he started from Borgos, Corsica for his last flight. He did not come back.

Theories and investigations concerning Antoine’s death


Since Antoine de Saint-Exupéry was known as a famous author and infamous aviator not only in France but also abroad and his death had happened so sudden and was so mysterious there were many suggestions and theories about his passing, some of them wild and far away from any reason, others reasonable and realistic. A common assumption, almost a fact was that Antoine’s plane crushed – this time with deadly consequences. The most interesting question remained: How?
Some people had the hypothesis that it could have been suicide but he could also have been shot by another aviator probably of the German air force whose pilots were alarmed when the external plane appeared on their radar.
In 1998 a fishermen found a bracelet in the coastal area of Marseille with an inscription that read:

Antoine de Saint-Exupéry (Consuelo), c/o Reynal and Hitchcock Inc., 386 4th Ave NYC

There were a lot of doubts on the originality of this bracelet although there is much information given which enhances the assumption that this bracelet really belonged to Antoine de Saint-Exupéry: his name, his wife’s name, his publishing company and his address.
Eventually pieces of a plane’s wreck were located around the find spot of the bracelet. In October 2003 it became official that those were the rests of Antoine’s plane. Close to them there lay also rests of a German plane so there was the opportunity of a collision. Finally it turned out that the German wreck was older.
A German team searching for the reasons of Antoine’s death found the man who had shot Antoine the saint-Exupéry. It was a German aviator named Horst Rippert.


Commentary: I chose Antoine de Saint-Exupéry to be my person of the month because of personal reasons. His novel “Le petite prince” has accompanied me since my early childhood when it was first read to me by my parents and grandparents and then by Ulrich Mühe on an audio book. I have read it several times and took it with me for a reading competition at school. It took me very long to understand the course and the meaning of this quite complex story but I was never so utterly confused or irritated that I stopped reading or listening to it. I was just so fascinated by this innocent prince who seems so naïve and sad at first sight. Through the course of the story more and more personality layers are added to this anyway mysterious prince – I do not know what to call him instead, Antoine was right, he definitely is a prince – so I still love to read this book. I will read it to my children one day. It is just so impressive and I wanted to know who that man was – Antoine de Saint-Exupéry. My mama had told me about him but I wanted to know more.
So I had to realise that he actually was not a good aviator. In fact he was infamous for his crushes and in the end the only reason why he was not fired was his fame as an author. I have to admit that this was a bit disappointing for me. Like many people I liked to see him as a hero. Now he is a very sad and somehow lonely person in my eyes although I did not find that much about his private life. But this new image of him makes “Le petite prince” even more real for me – as it deals with human emotions such as loneliness and deep sadness is it more believable if told by a lonely and sad person than by a splendid war hero. 


To live is to be slowly born. 
Antoine de Saint-Evupéry 


Dienstag, 26. Juni 2012

Michael Jackson


Kindheit und Jugend


Michael Joseph Jackson wurde am 29. August 1958 in Gary, im US-Bundesstaat Indiana geboren. Er war das achtes von zehn Kindern des Ehepaares Joseph und Katherine Jackson. Sein Vater war als Kranführer tätig und spielte in seiner Freizeit die Gitarre in der Band The Falcon. Seine Mutter arbeitete halbtags als Verkäuferin. Das Leben der Familie war von Armut ebenso wie von der Musik geprägt. Joseph Jackson erkannte früh das musikalische Talent seiner Kinder und förderte sie, wobei er streng, ehrgeizig und effektiv war. Die drei ältesten Söhne der Familie traten schon in Michaels früher Kindheit, im Jahr 1964, als The Jackson Bothers auf.

The Jackson Five


Im Jahr 1965, Michael war sieben Jahre alt, setzte sein Vater ihn aufgrund seiner kindlichen, aber dennoch tonangebenden Stimme als Frontsänger der neuen Gruppe The Jackson Five ein. Sie besuchten verschiedene Städte, um dort an Talentwettbewerben teilzunehmen. Bei Fehlern prügelte der Vater seine Kinder, laut eigener Aussage wurde die Tochter La Toya Jackson von ihm auch sexuell missbraucht.
The Jackson Five erhielten bald ihren ersten Plattenvertrag, allerdings floppten sämtlich Stücke, sodass sie wieder entlassen wurden. 1968 gewannen sie schließlich mit einem Talentwettbewerb eine Anstellung in einem Nachtclub in New York. Dort wurden sie zur Sensation. Es folgten ein zweiter Plattenvertrag in Motown und bis 1969 diverse Chartplatzierungen. Schließlich wurden sie in ganz Amerika populär und die Familie konnte nach Los Angeles umziehen. 
Erstmals gingen sie 1971 auf Tournee, eine Welttournee folgt 1972. Im selben Jahr erfolgte die Trennung der Gruppe von Jermaine Jackson, der geheiratet hatte und den Randy in der Gruppe ersetzte, und Michael nahm zusammen mit dem Produzenten Quincy Jones ein Album auf. Bis 1976 werden die Jackson Five von CBS vermarktet, Jermaine bleibt Motown treu. Aus rechtlichen Gründen muss die Gruppe sich in The Jacksons umbenennen, kann sich aber bei CBS künstlerisch besser ausleben, etwas dadurch, dass sie ihre Titel selbst schreiben.

Solokarriere


1979 folgte Michaels Soloalbum „Off The Wall“, das den ersten Platz in den Charts erreichte. Großen Einfluss auf ihn hatte damals seine enge Freundin und Ziehmutter Diana Ross, die er bei den Dreharbeiten zu „The Wonderful Wizard Of Oz“ kennengelernt hatte. In dem Film, dessen Besetzung nur aus Dunkelhäutigen bestand, spielte Michael die Vogelscheuche The Wiz.
Sein drittes Album „Thriller“ erschien 1982. Dafür hatte Michael mit Stimmlagen und Stilelementen der Discomusik experimentiert und das Klangbild seiner Musik erweitert. Das Musikvideo zu „Thriller“ war eine der teuersten Produktionen in der Geschichte de Musikbusiness, doch die Mühe und Investitionen lohnten sich: Nach wenigen Tagen rangierte das Album auf Platz 1 der meistverkauften Alben der Welt und löst einen weltweite Jackson-Wahn aus. Mit seinen an Uniformen erinnernden Jacken und dem typischen weißen Handschuh kreiert er außerdem ein spezifisches Erscheinungsbild, das ihn zusätzlich zu seiner Musik, seinem Tanzstil und seiner Show unverwechselbar macht. 
Im Jahr 1984 gewinnt er mit Quincy Jones acht Grammys für das Album.
Für Werbespots mit Pepsi kassiert er 12 Millionen Dollar; 1989 verdiente er allein mit seiner Musik 125 Millionen Dollar. 1985 kaufte er für 47 Millionen Dollar die Rechte an einem Großteil der Beatles-Werke auf. Mit dem Album „Bad“ hatte er 1987 fünf Hits, die in den USA auf Platz 1 in den Charts landeten.
Allerdings machte er auch Schlagzeilen wegen Gesichtsoperationen. Sein Gesicht verfällt immer weiter, wird immer bleicher, seine Nase wird operiert.
Das tut allerdings seinem Erfolg keinen Abbruch: das Album „Dangerous“ verkauft sich 1992 weltweit 30 Millionen Mal. In den 90er Jahren zieht er sich zunehmend auf seine geliebte „Neverland-Ranch“, wo er sehr häufig Kinder zu Gast hat.

Vorwürfe, Privatleben, soziales Engagement und weitere Karriere


Im August 1993 wurde ihm vorgeworfen, eine sexuelle Beziehung zu dem 13-jährigen Jordan Chandler zu haben. Dessen Vater brachte den Fall vor Gericht und wurde mit der Zahlung von 10 Millionen Dollar befriedet. Vor Gericht sagt Michael aus, er sei von seinem Vater ebenso wie seine Schwester sexuell missbraucht worden.
1994 heiratete er Lisa Marie Presley, die Tochter von Elvis Presley. Die Ehe blieb kinderlos und wurde 1996 geschieden. 1999 brachte Michael das Album „History“ heraus.
Außerdem engagierte er sich zunehmend sozial und entwicklungshelfend mit seiner 1992 gegründeten Organisation, der unter anderem Einnahmen aus Konzerten zugutekamen.
1996 heiratete er Deborah Wood. Ein Jahr später brachte er das Album „Blood On The Dancefloor“ heraus und sein erster Sohn Prince Michael I. wurde geboren. Im folgenden Jahr erblickte seine Tochter Paris Michael Katherine das Licht der Welt. Bald danach wurde die Ehe geschieden.
Bei den World Music Awards wurde er 2000 als Musiker des Jahrhunderts ausgezeichnet. Bei den MTV Music Awards präsentierte Michael 2001 sein Album „Invincible“. Im nächsten Jahr kam sein drittes Kind, Sohn Prince Michael II., genannt Blanket, zur Welt. Er wurde von einer anonymen Leihmutter ausgetragen. Im selben Jahr wurde Michael mit dem Bambi für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Im Frühjahr 2003 machte er wiederholt Schlagzeilen, als er sich gerichtlich gegen die Dokumentation „Living with Michael Jackson“ wehrte, die in Großbritannien, den USA und Australien ein Millionenpublikum vor die Fernsehbildschirme lockte.
In einem anderen Gerichtsverfahren verliert Michael allerdings 5,9 Millionen Dollar an einen Konzertmanager, dem ein großer finanzieller Schaden entstanden war, nachdem Michael in den Jahren 1999 bis 2000 von ihm organisierte Konzerte nicht absolviert hatte.
Im Herbst 2003 steht er zum dritten Mal in einem Jahr vor Gericht, dieses Mal wieder wegen angeblichem sexuellen Missbrauch Minderjähriger. Wieder gab es Schlagzeilen und gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Nur durch die Zahlung einer Kaution in Millionenhöhe konnte er die Untersuchungshaft umgehen, die die Staatsanwaltschaft von Los Angeles im Dezember 2004 angeordnet hatte. Die Neverland-Ranch wurde durchsucht.
Im Januar 2005 begannen schließlich die Gerichtsverhandlungen, Michael Jackson drohten bis zu 20 Jahren Haft. Im Juni desselben Jahres wurde er aber von allen Anklagepunkten freigesprochen.
Im darauffolgenden Jahr wurde er bei den MTV Music Awards für sein Lebenswerk geehrt.


Comeback und Tod


Danach lebte er relativ zurückgezogen. Erst im März 2009 kündigte er auf einer Pressekonferenz sein Comeback an: Die Tour „This Is It“, für die zunächst zehn Shows geplant waren. Als allerdings die Nachfrage alle Erwartungen übertraf, wurde die Tour um 40 Shows erweitert. Sie sollte nun vom 13. Juni 2009 bi s zum 6. März 2010 laufen.
Während der letzten Vorbereitungen starb Michael Jackson am 25. Juni 2009 im Ronald Reagan UCLA Medical Center in Los Angeles an einer Propofol-Vergiftung, für die sein Arzt Conrad Murray verantwortlich gemacht und wegen fahrlässiger Tötung angeklagt wurde. 
Eine offizielle Trauerfeier wurde am 7. Juli im Staples Center in Los Angeles abgehalten. Es kamen 17.500 Fans und 500 Prominente, dazu 2.000 Journalisten. Das Ereignis wurde weltweit im Fernsehen übertragen.
Am 3. September wurde Michael Jackson auf dem Forest Lawn Memorial Park in Glendale, einem Prominenentenfriedhof beigesetzt.

Trivia


  •     Mit Tänzern, Showeffekten und neuen Tanzstilen (Moonwalk) entwickelte er einen ganz neuen Tyous der Musikshow
  •     Die Krankheit Vitiligo, die die Pigmentzellen der Haut abtötet, war verantwortlich für seine immer blasser werdende Haut. Diese Krankheit ist erblich oder wird durch Eingriffe hervorgerufen und eine der häufigsten Hautkrankheiten. Da die Krankheit auf der Haut eine Art scheckiges Muster verursacht, wird viel robustes Make-Up verwendet, um die Haut gleichmäßig erscheinen zu lassen.
  •     Auf seiner Neverland-Ranch gibt es einen Freizeitpark und einen Zoo
  •     Alle drei Kinder wurden mit Leihmüttern gezeugt
  •     Seit den 80er Jahren nahm er vermehrt Medikamente
  •     Er hatte sehr große Hände mit langen Fingern
  • ·        Das Songwriting bezeichnete er als spirituellen Prozess, bei dem er das aufschreibt, was ihm Gott eingibt bzw. fallen ihm die Songs einfach in den Schoß
  •     Er war als Perfektionist bekannt und wollte seine Songs immer genau so auf dem Tonnband hören wie er sie sich auch vorgestellt hatte
  •     Er empfindet es als großes Kompliment, wenn andere Künstler seine Songs covern. Er sagte, dass er dann das Gefühl habe, seine Musik sei viel wert und erreiche viele Menschen

Ich kenne meine Rasse. Ich brauche bloß in den Spiegel zu blicken und ich weiß, dass ich schwarz bin.
Michael Jackson



Kommentar: Warum Michael Jackson?

Zuerst mal: Faszinierende, vielschichtige Person. Leider muss ich sehr beschämt zugeben, dass ich bis zu seinem Tod nicht viel über ihn oder seine Musik wusste. In meiner Kindheit war er der komische Vogel, der manchmal im Fernsehen auftauchte, weil er wieder negative Schlagzeilen wegen angeblichem Kindesmissbrauch machte, seine Kinder in Tücher und Masken hüllte, um sie vor der Presse zu schützen und von dem meine Mutter (nett lächeln und winken!) sagte, er sei von Kopf bis Fuß operiert. 
Wie gesagt, ich erfuhr das von Michael Jackson, was einem als so genanntes Klischee vorkommt. Der Tag, an dem er dann starb, kam für mich unerwartet. Ich kam von einer Freundin nach Hause und im Radio lief die ganze Zeit nur seine Musik. Auf meine Frage antwortete meine Mutter, dass er gestorben sei. 
Ich dachte erst, sie verarscht mich.
In den nächsten Tagen erfuhr ich dann durchs Fernsehen und Radio mehr als ich bisher in meinem ganzen Leben über Michael Jackson erfahren hatte. Langsam begann mich dieser Mensch zu interessieren. Die Trauerfeier habe ich live im Fernsehen verfolgt und dabei kam ich mir heuchlerisch und falsch vor. Welches Recht hatten ich oder der Rest der verdammten Welt, an der Trauerfeier eines Menschen teilzunehmen, den wir nicht kannten? 
Damals gab es diesen Blog noch nicht. 
Später, als ich dieses Konzept entwickelt hatte, fiel er mir wieder ein und ich dachte, dass es interessant wäre, mehr zu erfahren, mir eine detailiertere Meinung zu bilden.Das Ergebnis war widersprüchlich und deshalb so interessant. Da war ein Mensch, dem man anmerkte, dass er unwahrscheinlich schüchtern war. Wie er mit seiner leisen, zögerlich Stimme Interviews gab, fiel mich auf eine seltsam nervige Weise an. Dann seine unglaubliche Kreativität und dabei noch diese ganzen Skandale und das unstete Leben. 

I am hapy to be alive. I am happy to be who I am.
Michael Jackson


Quellen:




Über mich

Germany
Für meine Großmutter, Elisabeth.