Dienstag, 16. Oktober 2012

Marie Antoinette


Kindheit und Jugend


Maria Antonia von Habsburg wurde am 2. November 1755 in Schloss Schönbrunn bei Wien geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie war das fünfzehnte Kind und die jüngste Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia und ihres Gatten Franz Stephan.
Bis zu ihrem vierzehnten Lebensjahr führte Maria Antonia ein glückliches und unbeschwertes Leben auf Schloss Schönbrunn.
Allerdings hatte Kaiserin Maria Theresia Großes mit ihrer Tochter vor. Die Allianz zwischen den bis dahin verfeindeten Königshäusern Habsburg und Bourbon sollte durch eine Heirat gefestigt werden. Die österreichische Kaiserin bestimmte, dass Maria Antonia den französischen Dauphin Louis heiraten sollte.
Bevor das Mädchen nach Frankreich aufbrach, sandte König Louis XV., der Großvater des Dauphins, den Abbé de Vermond, der Maria Antonia unterweisen sollte.
Dieser berichtete von einem leicht abzulenkenden, faulen und leichtfertigen, aber intelligenten Mädchen mit sympathischem Wesen, das schwer zu unterrichten sei.
Trotz allem brach Maria Antonia im Alter von vierzehn Jahren nach Frankreich auf, um Louis zu heiraten.

Heirat und Leben am Hof


An der Grenze wurden Maria Antonia alle Kleider und Habseligkeiten aus Österreich abgenommen und sie wurde in französische Kleider gekleidet. So reiste sie an den Hof von Versailles. Louis XV. wurde von ihr stürmisch begrüßt, was seinen Enkel wohl eher einschüchterte. Hier erhielt sie die französische Version ihres Namens: Marie Antoinette.
Am 16. Mai 1770 fand die Hochzeit des Dauphin und der österreichischen Prinzessin in Versailles statt. Am nächsten Tag verbreiteten sich am Hof unerwünschte Neuigkeiten: Die Ehe war nicht vollzogen worden. Das sollte die nächsten sieben Jahre so bleiben. Vermutlich waren die Gründe körperlicher Natur und bei Louis zu suchen. Maria Theresia schrieb ihrer Tochter, sie solle sich mehr um ihren Gatten bemühen und ihm gegenüber mehr Zärtlichkeit zeigen. Auch vom Hof wurde Marie verstärkt unter Druck gesetzt. Nicht nur, dass sie scheinbar unfähig schien, für die Vollziehung ihrer Ehe zu sorgen, sie weigerte sich auch, mit der Mätresse des Königs zu reden, was man ihr aber dringend empfahl. Schließlich wandte sie sich mit den berühmten sieben Worten an die Gräfin du Barry: „Es sind heute viele Leute in Versailles.“ Hinzu kam das Heimweh, das sie quälte. Das lockere Leben in Schloss Schönbrunn, fern von allzu viel Etikette, vermisste sie in Versailles, wo sie fast den ganzen Tag unter der Beobachtung ihres Hofstaates stand, schmerzlich.
1774 starb Louis XV. und Louis XVI. und Marie Antoinette wurden als König und Königin von Frankreich gekrönt.

Mit ihrem Ehemann konnte Marie jedoch lange recht wenig anfangen. Während er gerne der Jagd und dem Handwerk nachging und lieber für sich blieb, war sie extravagant, suchte die Gesellschaft und genoss Mode, Tanz, Musik und das Nachtleben. In ihrem Privatschloss Petit Trianon arrangierte sie ausgefallene Partys und baute eine eigene Clique um sich auf, zu der auch der schwedische Adlige Axel Fersen gehörte, mit dem sie eine Affäre gehabt haben soll. Er hatte in Petit Trianon ein eigenes Apartment und die beiden schrieben sich regelmäßig während seiner Abwesenheit. 
Bevor ihre Tochter deshalb am Hof in allzu große Ungnade fiel, griff Maria Theresia ein. Ihr ältester Sohn, der spätere Kaiser von Österreich, Joseph, der Louis in einem vertraulichen Gespräch von einem Eingriff überzeugte.
Trotzdem wurde Marie Antoinette am Hof weiterhin verspottet: man sagte ihr nach, sie könne keine Erben hervorbringen und ihre Offenheit wurde zunehmend als Frechheit und Respektlosigkeit aufgefasst. Es kursierten Geschichten, nach denen sie in Petit Trianon Milchmädchen oder Hirtin spielte, man kam bald zu der Annahme, dass ihre Dekadenz und Extravaganz keine Grenze kenne.
Allerdings war sie auch eine Trendsetterin und man bewunderte sie doch für ihre Schönheit: Sie hatte lange, blonde Haare, große blaue Augen und eine hübsche Figur.

Je länger Louis und Marie verheiratet waren, desto besser verstanden sie sich. Er verehrte sie und nahm sich niemals eine Mätresse. Sie brachte vier königliche Kinder zu Welt, von denen jedoch nur ihre älteste Tochter das Erwachsenen alter erreichte: Marie Thèrése Charlotte (* ca 1778), Louis Joseph (* ca 1782), Louis Charles (* 1785) und Sophie Beatrix (* 1786).
Ihre jüngste Tochter starb im Alter von nur elf Monaten an Tuberkulose.

Die Halsbandaffäre


Jeanne de la Motte, eine Adlige, behauptete, eine gute Freundin Marie Antoniettes zu sein. Später bezeichnete sie sich auch als deren Geliebte. Viele schenkten ihr Glauben, auch ein Bewunderer der Königin, der Kardinal de Rohan. Madame de la Motte wurde seine Geliebte und arrangierte ein Treffen mit der Königin. Dazu verkleidete sie die Prostituierte Nicole d’Oliva, die der Königin ähnelte, als Marie Antoinette und ließ es zu einem Treffen mit dem Kardinal im Wald kommen. De Rohan vertraute Jeanne de la Motte und sie konnte sich auch seiner finanziellen Unterstützung sicher sein.  Da wandten sich die Juweliere Boehmer und Basseuge Hilfe suchend an Madame de la Motte, in dem Glauben, sie könnte ein gutes Wort für sie bei der Königin einlegen.  
1778 hatten diese Juweliere der Königin nämlich ein kostbares Collier angeboten, das eigentlich für die Mätresse von Louis XV. bestimmt gewesen war. Louis XVI. hatte seiner Frau vorgeschlagen, es als Geschenk für sie zu kaufen, sie hatte aber wegen des hohen Kaufpreises abgelehnt. 1781 waren die beiden Juweliere erneut an Marie Antoinette herangetreten, aber auch dieses Mal hatte sie das Halsband nicht kaufen wollen.
Da Madame de la Motte durch den Kardinal die entsprechenden finanziellen Mittel besaß, erklärte sie am 21. Januar 1785, dass die Königin das Collier kaufen wolle. Um den Kauf abzuwickeln, ließ sie Boehmer und Basseuge gefälschte Briefe zukommen. Die Raten sollte der Kardinal zahlen.
Als allerdings schon die erste nicht beglichen wurde, beschwerten sich die Juweliere bei der Königin. Diese hatte zwar einen Dankesbrief bezüglich des Kaufes erhalten, diesen aber nichtsahnend verbrannt.
Anhand der gefälschten Briefe wurde Marie Antoinettes Unschuld in dieser Angelegenheit bewiesen und am 15. August 1785 wurde de Rohan festgenommen. Nicholas de la Motte, der Ehemann von Jeanne de la Motte floh nach England. Jeanne de la Motte wurde am 18. August verhaftet, sowie Nicole d’Oliva und Reteaux de Villette, ein Freund de la Mottes, der die Briefe gefälscht hatte.
Das Urteil des Prozesses wurde am 31. Mai 1786 verkündet: Nicole d’Oliva und de Rohan wurden freigesprochen, de Villette des Landes verwiesen und Madame de la Motte wurde gebrandmarkt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Am 5. Juni 1787 entkam Jeanne de la Motte aus der Haft und floh nach England.

Die Französische Revolution


Während der 1780er sank die Beliebtheit der Königin stark, auch wenn sie mittlerweile ein häuslicheres Leben führte. Aufgrund ihrer fülligeren Statur trug sie nun eher dunklere Farben, doch ihre Schönheit hatte nicht nachgelassen. Das Volk hatte unter der absoluten Herrschaft des Königshauses keine politischen Rechte und auch keinen gesellschaftlichen Stand, da offizielle Ämter nur von Adligen belegt werden durften.
Außerdem schwächten schlechte Ernten und daraus resultierende Lebensmittelknappheit die Lebensgrundlagen der Bauern und der Stadtbevölkerung.
Hinzu kamen die immensen Schulden, die Louis einerseits von seinem Großvater geerbt und andererseits durch die Unterstützung der amerikanischen Kolonien im Krieg gegen England.
Als es dem Volk zunehmend schlechter ging, erinnerte man sich an die Extravaganz der Königin, die in ihrem Schloss Milchmädchen spielte, obwohl sie keine Ahnung vom Leid der Landbevölkerung hatte. Es kam zunehmend Unmut gegen das Königshaus auf.
Um diesem Unmut entgegen zu wirken, wurde eine Propagandaaktion gestartet. Zu diesem Zweck wurden Gemälde ausgestellt, die die Königin als liebend Mutter im Kreis ihrer vier Kinder zeigten. Doch die verschwenderischen Gewänder und die prunkvollen Gemächer veranlassten das Volk zu einem neuen Spitznamen für Marie Antoinette. Man nannte sie Madame Deficit.

Louis XVI. war nun auf die Unterstützung der Adligen angewiesen, um Reformen für den Abbau der Schulden durchzusetzen. Marie Antoinette stand ihm dabei zur Seite und hatte großen Einfluss auf ihren Gatten, was nicht gern gesehen wurde.
Louis war kein starker König und so verlor die Monarchie in Frankreich weiter an Boden.

Im Juni muss das Königspaar einen weiteren Schicksalsschlag verkraften: Nachdem ihre Tochter Sophie Beatrix 1786 im Alter von nur elf Monaten der Tuberkulose erlag, stirbt nun auch der Dauphin Louis Joseph an derselben Krankheit.

Bereits im Mai 1789 war Louis nicht mehr in der Lage, die nötigen Reformen zu erwirken. Zum ersten Mal seit 175 Jahren beruft er die Ständeversammlung ein. Jeder Stand hatte eine Stimme und so war es klar, dass Klerus und Adlige die einfache Bevölkerung immer übertrumpfen würden. Dieser dritte Stand war auch nicht ausreichend vertreten: Es handelte sich größtenteils um die Bourgeoise, die gebildeten und wohlhabenden Bürger der Städte, die zwar Geld, aber dennoch keinen gesellschaftlichen Rang besaßen. Bauern und Tagelöhner wurden gänzlich außen vor gelassen.
Die Unzufriedenheit dieses dritten Standes steigerte sich weiter, bis es schließlich so weit kam, dass sie sich von der Ständeversammlung trennten und in einem Ballsaal zur Nationalversammlung erklärten.
Der König forderte diese Nationalversammlung auf, sich aufzulösen, doch der dritte Stand wollte nicht aufgeben, bis eine Konstitution erreicht war.

Marie Antoinette mischte sich immer mehr in die Politik ein. Sie feindete jegliche Reform an und war eine strikte Verfechterin der absoluten Monarchie. Um jeden Preis wollte sie die Herrschaft des Königshauses bewahren.

Nach dem Fall der Bastille reiste Louis 1789 nach Paris, um für Ordnung zu sorgen, aber der aufgebrachte Mob ließ sich nicht beruhigen.
Die adlige Bevölkerung fürchtete um ihre Sicherheit und um ihre Besitztümer, sollten die revolutionären Stimmungen Überhand nehmen. Viele flohen schon jetzt außer Landes.

Am 1. Oktober fand in Versailles ein Bankett statt. Gerüchte über Orgien und Ausschweifungen erreichten alsbald die hungernde Bevölkerung der Pariser Slums. Am 5. Oktober zogen die Pariser Frauen nach Versailles, um Brot zu verlangen. Viele trugen Messer bei sich und beabsichtigten, die Königin zu töten.
Als die Menge Versailles erreichte, schloss sich die Nationalversammlung ihnen an.
In der Nacht gelangte der Mob durch einen unbewachten Eingang in den Palast und drang in die Gemächer der Königin ein. Ihre Wachen wurden getötet.
Die Hofdamen Marie Antoinettes packten in aller Eile einige Kleidungsstücke, während sie selbst nur leicht bekleidet vor der wütenden Menge aus ihrem Bett floh.
Das Volk verlangte, dass die Königsfamilie nach Paris in den Tuileries-Palast zog, wo sie den Revolutionären vollkommen ausgeliefert waren.
Marie Antoinette fürchtete nun mehr denn je um ihre Sicherheit. Sie wandte sich Hilfe suchend an andere Monarchen, unter anderem bei ihrem Bruder, Kaiser Joseph von Österreich, und bereitet ihre Flucht vor. Axel Fersen stellt dafür eine Kutsche zur Verfügung und nachdem Marie Antoinette Louis überzeugt hat, macht sich die Königsfamilie verkleidet als einfache Leute auf den Weg nach Österreich. In der Nähe von Varennes werden sie allerdings erkannt und abgepasst. Die Rückreise nach Paris wird beschwerlich, der Weg ist gesäumt vom einfachen Volk, das König und Königin verspottet. In Paris werden sie mit eisigen Mienen in Empfang genommen.
Doch Marie Antoinette will nicht aufgeben. Erneut wendet sie sich an ihren Bruder. Daraufhin drohten Preußen und Österreich Frankreich, um die Revolutionäre aufzuhalten, doch Frankreich erklärte den beiden Großmächten, entgegen des Königs Veto, im April 1792 den Krieg.

Im Juli fällt die preußische Armee in Frankreich ein und der Herzog von Braunschweig droht den Revolutionären mit Rache, falls der Königsfamilie etwas zustoßen sollte. Diese Nachricht erregt zwar Aufseheb, kann die zu allem entschlossenen Gegner der Monarchie aber nicht aufhalten: Am 10. August 1792 stürmen sie den Tuileries-Palast und nehmen die Königsfamilie gefangen. Andere adlige Familien, die noch nicht außer Landes geflohen sind, ereilt dasselbe Schicksal.
Im September 1792 kommen die inhaftierten Adligen durch wahre Massaker ums Leben. Eines der berühmtesten Opfer ist Madame Lamballe, eine enge Freundin der Königin. Sie wird vor Gericht gestellt und als sie daran scheitert, einen Eid gegen die Königin zu schwören, wird sie von der Menge in Stücke gehackt. Ihr Kopf und ihre Genitalien werden aufgespießt und durch die Straßen getragen, vorbei am Fenster der Königin.
Im Dezember wird Louis der Prozess wegen Hochverrates gemacht. Der König wird für schuldig befunden und im Januar 1793 auf der Guillotine hingerichtet. Von da an wird Marie Antoinette als „Witwe Capet“ bezeichnet.
Im Juli wird ihr der Sohn weggenommen, der Dauphin Louis Charles. Er kommt unter die Aufsicht eines revolutionären Schusters und stirbt zwei Jahre später wegen Vernachlässigung.
Im September wird Marie Antoinette von ihrer Tochter und ihrer Schwägerin getrennt und im Conciergerie-Gefängnis untergebracht. Es ist die letzte Station vor ihrem Tod.

Prozess gegen die Witwe Capet


Im Gefängnis verlor Marie Antoinette erheblich an Gewicht und auch ihre Augen wurden schlechter. In vier Jahren hatte sie sich durch den durch Furcht und Stress verursachten körperlichen Verfall von der schönen Königin in eine alte, gebrechliche Frau verwandelt.
Am 14. Oktober wurde sie mitten in der Nacht vor das Gericht gestellt. Sie wurde wegen Hochverrats und Unzucht angeklagt. Ihren Sohn zwang man auszusagen, sie habe ihn misshandelt. Trotz all der Anschuldigungen verteidigte sich Marie Antoinette bis zum Schluss durchdacht und hartnäckig. Das Gericht sprach sie einstimmig schuldig.
Am 16. Oktober wurde Marie Antoinette um die Mittagszeit auf der Guillotine enthauptet. Das Volk jubelte. Ihren Körper verscharrte man in einem Massengrab.
Zwanzig Jahre später wurde sie exhumiert und zusammen mit ihrem Mann in der Basilika Saint-Denis, der traditionellen Grabstätte des Königshauses Bourbon, beigesetzt.

Trivia:



  • Die Lebensgeschichte von Marie Antoinette wurde mehrmals verfilmt, unter anderem 2006 von Sofia Coppola mit Kirsten Dunst in der Hauptrolle. Die Regisseurin orientierte sich dabei größtenteils an Antoina Frasers Biografie.
  • Wenn Marie Antoinette in Petit Trianon Milchmädchen spielte, wurde das Melken natürlich von Dienern übernommen.
  • Marie Antoinette langweilte sich mit ihren offiziellen Aufgaben als Dauphine.
  • Ihr Bruder Joseph sagte zu ihrem Bruder Leopold, dass Marie und Louis überhaupt nicht zusammenpassten.
  • Das Zitat „Sollen sie doch Kuchen essen“ als Reaktion auf den Brotmangel der Bevölkerung stammt vermutlich nicht von ihr.
  • Nachdem sie sich zum ersten Mal an die Gräfin du Barry gewandt hatte, sprachen die beiden nie wieder ein Wort miteinander.
  • Louis XVI. besuchte sie manchmal auf Petit Trianon, aber er verbrachte niemals eine Nacht dort.
  • Im Sommer 1783 besuchte Axel Fersen sie fast täglich.
  • Erst durch ihre Kinder wurde ihr Leben etwas gesetzter.  
  • Sie wurde Königin als sie achtzehn war.  

Kommentar:
Ich war mal in Versailles. Zusammen mit meiner Schwester und vielen asiatischen Touristen bin ich durch warme, viel zu große Räume und Flure ohne Möbel gelaufen. Wir sind einmal stehengeblieben, um die legendäre Kratzhand auf dem Bildnis von Ludwig XIV zu erblicken. Dann haben wir uns aus dem Staub gemacht. Ich habe mich bestimmt in jeder Minute, die ich in diesen Räumen zugebracht habe, mindestens einmal gefragt, wozu der ganze Platz gut ist und wie es hier wohl früher mal ausgesehen hat. Heute ist ja nicht mehr viel von dem ganzen Glanz übrig, es sieht alles doch sehr schäbig und überrannt aus. 
Marie Antoinette war die wohl berühmteste Frau, die jemals in diesem Palast gelebt hat. Sie war eine der prägenden Frauen ihrer Zeit, dem Volk verhasst, ebenso einem Teil des Adels, die allesamt ihre Extravaganz und Leichtlebigkeit verabscheuten, sie gleichzeitig wohl aber auch um ihre trotz allem zahlreichen Bewunderer beneideten. 
Man erzählte und erzählt sich auch heute noch einen Haufen Geschichten, Anekdoten, ja Mythen, über die Frau, die sich bei ihrem Henker entschuldigt haben soll, als sie ihm auf den Fuß trat. 
Und da sind wir wieder: Die Widersprüchlichkeit der Marie Antoinette. Das junge, naive Mädchen, das allein nach Frankreich kam, um zu heiraten, und dabei erst einmal gehörig auf der Nase landete. 
Die junge, extravagante, selbstbewusste Königin, die alle bezauberte und gleichzeitig verstörte, der Liebschaften mit Frauen und Männern bei Hofe nachgesagt wurden. Die Stilikone. Später treusorgende Ehefrau und Mutter. Und schließlich als untergehende Königin in der Französischen Revolution. Am Ende hat sie wohl am meisten Würde gezeigt. 
Marie Antoinette war wohl vor allem eins: stolz und hartnäckig. 
Kaum eine Frau ihrer Zeit war so widersprüchlich und kaum eine wird heute immer noch als so verzerrt und undeutlich wahrgenommen.   


Ich habe alles gesehen, ich habe alles gehört, ich habe alles vergessen. 
Marie Antoinette 


Quellen:


       

Dienstag, 25. September 2012

John Bonham


Kindheit und Jugend


John Henry Bonham wurde am 31, Mai 1948 in Redditch in Worchestershire, England geboren. Seine Geburt verlief recht schwierig. Nach 26 Stunden erblickte er das Licht der Welt, atmete aber nicht. Es gelang dem herbeigeholten Arzt jedoch, ihn wiederzubeleben.
Er war der älteste Sohn seiner Eltern John Henry („Jack“) und Joan Bonham und hatte zwei jüngere Geschwister: den drei Jahre jüngeren Michael und die 14 Jahre jüngere Deborah. Sein Vater arbeitete als Tischler im Familienbetrieb des Großvaters, seine Mutter hatte einen Laden. Dadurch konnte John und seinem Bruder Michael der Besuch einer Privatschule ermöglicht werden. Die Familie lebte in einem kleinen Haus in der Vorstadt.
Schon im Alter von fünf Jahren wusste John nach eigener Aussage, dass er Drummer werden wollte. Er trommelte auf Badesalz- und Kaffeedosen herum, die er für einen besonderen Sound mit Draht präpariert hatte. Mit anderen Instrumenten konnte er nichts anfangen. Seine Eltern versuchten, es nicht ernst zu nehmen, anscheinend dachten sie, dass John irgendwann damit aufhören und sich anderen Dingen zuwenden würde.
Das war allerdings nicht der Fall und als John zehn Jahre alt war, schenkte seine Mutter ihm eine Snare-Drum. Die erste Band, in der John spielte, war das Blue Star Trio. Damals war er fünfzehn und hatte von seinen Eltern gerade sein erstes komplettes Drum Kit erhalten.
Mit sechzehn verließ er die Schule und arbeitete für seinen Vater. Nebenbei spielte er in mehreren Bands, unter anderem bei Terry Webb&The Spiders. Ihnen blieb er ein Jahr lang treu, dann schloss er sich A Walk of Life an.  
Im selben Jahr lernte John auch Pat Phillips kennen, und zwar bei einem seiner Gigs in Kidderminster. Im nächsten Jahr heirateten die beiden, weil Pat mit ihrem ersten Sohn Jason schwanger war.
Das Paar wohnte im Wohnwagen von Johns Vater. Um seine Familie durchzubringen, arbeitete John bei einem Schneider.
Später lebte die Familie in einer Wohnung in Eve Hill, Dudley.

Ruf als Schlagzeuger


John war laut seinem Bruder Michael bekannt dafür, öfters die Band zu wechseln, sollte sich für ihn etwas Besseres ergeben. Man wusste nie genau, ob „Bonzo“ beim nächsten Konzert noch dabei sein würde.
Manchmal ging er mit Freunden zu den Konzerten anderer Bands. Wenn er deren Schlagzeuger für schwach hielt, bot er den anderen Bandmitgliedern an, ihnen zu zeigen wie er spielte. John spielte sehr energisch und laut, so hatte der andere Schlagzeuger keine Chance und verlor seinen Job.
Bonhams Ruf als einer der besten Drummer verbreitete sich in den Midlands, allerdings wollten einige Clubs die Bands, in denen er spielte nicht buchen, da er sehr laut spielte und dabei manchmal auch etwas zu Bruch ging. Seine Soli zum Song moby Dick konnten auf Led Zeppelin-Konzerten bis zu einer halben Stunde dauern. Laut eigener Aussage merkte er aber nie, wie lange das wirklich war. Außerdem spielte er auch gerne mit vier Drumsticks oder benutzte seine bloßen Hände. Das Equipment wurde ständig erweitert zum Beispiel mit Congas oder einem Gong.
Sein erster Förderer Ed Pilling sagte später, John und sein aggressives Schlagzeugspiel würden sich gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Tatsächlich ging er wohl keiner Prügelei aus dem Weg, auch wenn er sie nicht selbst provozierte, sah er es als eine Möglichkeit, Dampf abzulassen.
Zu keiner Zeit erhielt Bonzos Schlagzeug-Besessenheit einen Dämpfer. Ehrgeizig verbesserte er seine Spielweise, machte sie energischer, tauschte sich mit anderen Drummern aus, lernte laut, dabei aber weniger zerstörerisch  zu spielen, gab seinen eigenen Charakter dazu. Es gab nichts Schlimmeres für ihn las wie der Rest der Masse zu klingen.
Von Kritikern, die ihn als zu lau bezeichneten, ließ er sich nicht einschüchtern. So schickte er Johnny Haynes von den Zella Studios, der ihn seinerzeit als zu laut für eine Aufnahme befunden hatte, eine goldene Led Zeppelin-Platte mit ironischem Kommentar.
Unterricht hatte Bonzo im Übrigen niemals genommen, auch wenn er als Teenager manchmal andere Schlagzeuger um Rat fragte. 

Led Zeppelin


Als Jimmy Pages bekannte Band The Yardbirds, in der er erst Bass, dann Leadgitarre gespielt hatte, sich auflösten, wollte er weitermachen und suchte mithilfe seines Managers Peter Grant nach neuen Mitgliedern. John Paul Jones meldete sich bald bei ihm und erwies sich als talentierter Bassist, also wurde er aufgenommen. Robert Plant wurde als Sänger empfohlen. 1965 hatte John Bonham Robert Plant kennengelernt, als die beiden bei The Band of Joy zusammen gespielt hatten und so schlug Plant ihn als Schlagzeuger vor.
Page und Grant sahen sich eine Performance des Drummers an, der damals mit Folksänger Tim Rose tourte. Jimmy war sofort überzeugt, dass es sich hier um den richtigen Mann handelte, aber John hatte einige prestigeträchtigere Angebote von Joe Cocker und Chris Farlowe. Es kostete Plant und Grant einige Überredungskraft, aber schließlich gewannen sie Bonzo für The New Yardbirds, wie sich die Band erst einmal nannte, um noch eine Skandinavientour absolvieren zu können. Grant handelte einen Vertrag mit Atlantic Records aus, der der Band kreative und finanzielle Freiheiten bot.
Nur einen Monat später wählte man den neuen Namen Led Zeppelin. Auf dem ersten Album, dessen Produktion nur 30 Stunden dauerte, ist die abstürzende Hindenburg zu sehen.
Die Gruppe nahm ihre Musik stets wichtiger als Kritiken und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Anfangs wurden sie teilweise harsch für ihren Stil kritisiert, viele sahen in ihrer Musik ein Werk des Teufels oder bezeichneten sie als untalentiert. Bonham war nicht der einzige Revolutionär der Band. Robert Plants Stimme gab der Presse ebenfalls Boden für Kritik: Die Frankfurter Allgemeine bezeichnete ihn als Schreihals.
Das vierte Studioalbum der Band trug keinen Titel, sondern vier Zeichen.

Names, titles and things like that do not mean a thing.
Jimmy Page

Led Zeppelin tourten viel und ausgiebig. Während der Tourneen kam es zu Alkohol- und Drogenexzessen, sexuellen Ausschweifungen, unter anderem mit minderjährigen Groupies, und teilweise gewalttätigen Übergriffen.
Wenn John Bonham nüchtern war, war er laut Aussage diverser Crewmitglieder und Groupies der netteste Mensch auf Erden. Betrank er sich, was immer öfter der Fall war, wurde er eine vollkommen andere Person. Er wurde aggressiver, cholerisch, rastete aus. Eine Kellnerin, die ihn nach Ladenschluss nicht mehr bedienen wollte, bedrohte er mit einem Messer. Eine Reporterin befürchtete, er würde sie vergewaltigen. 
Der Alkohol brachte das Biest in Bonham zum Vorschein. 


Privatleben


So extrem wie John Bonham sich bei den Tourneen gab, so still war sein Privatleben auf einer Farm namens The Old Hyde in der Nähe von Rushock, wo er auch einen Pub besaß. Durch seinen Wohlstand konnte er es sich leisten, alte Autos und Motorräder zu sammeln. 1975 kam sein zweites Kind mit Pat zur Welt, Tochter Zoe.

Tod


Im September 1980 begannen Led Zeppelin mit den Proben für ihre Nord Amerika Tour. Robert Plant und John Bonham machten sich zusammen auf den Weg. Im Auto sagte John zu Robert, er wäre kein so guter Schlagzeiger mehr und es gäbe viele, die besser spielten als er. Daraufhin schlug er frustriert vor, sie sollten doch Rollen tauschen und er würde eben singen.
Es würde ihre letzte Probe werden.
Am Mittag des 24. September begann John sein Trinkgelage, das bis Mitternacht dauerte. Er trank einige Flaschen Bier und an die 40 Wodkas, dann wurde er auf einem Sofa bewusstlos. Ein Assistent brachte ihn in sein Bett in Jimmy Pages nahegelegenem Haus und legte ihn mit Kissen im Rücken auf die Seite, damit er seinen Rausch ausschlafen konnte.
Am Morgen des 25. Septembers wollten Bassist John Paul Jones und Manager Benje LeFevre nach ihm sehen und mussten feststellen, dass er in der Nacht gestorben war. Ein Krankenwagen und die Polizei wurden gerufen, doch man konnte weder etwas für John tun noch irgendein Fremdverschulden nachweisen.
Die Todesursache war das Ersticken am eigenen Erbrochenen, offiziell angegeben als überhöhter Alkoholkonsum. Die hinterbliebenen Musiker vermuten, dass John private oder persönliche Probleme hatte. Entgegen der Anweisungen ihrer Plattenfirma lösten sich Led Zeppelin auf.
Am 10. Oktober 1980 wurde John Bonhams Urne nahe seiner Farm The Old Hyde auf dem Friedhof von Rushock beigesetzt. Er wurde 32 Jahre alt.

Trivia

  • Sein Sohn Jason spielt ebenfalls Schlagzeug; auch seine Tochter interessiert ich sehr für Musik
  • Seine Schwester ist eine erfolgreiche Sängerin
  • Nach Johns Tod traten Led Zeppelin noch zweimal auf: bei Live Aid 1985 mit Phil Collins und beim 20-jährigen Jubiläum ihrer Plattenfirma Atlantic Records mit Jason Bonham
  • Die übrigen Mitglieder von Led Zeppelin stoppten die Verbreitung der Aufnahmen ihres Live Aid Auftrittes, der einen absoluten Tiefpunkt darstellte.
  • 2007 traten Led Zeppelin einmalig in der O2 Arena vor 20.000 glücklichen Fans auf. Der dazugehörige Film Celebration Day läuft seit kurzer Zeit in den Kinos.
  • Laut Empfehlung in den UK sollte man maximal 3-4 Wodkas trinken.
  • An Johns Grab hinterlassen Fans oft alkoholische Getränke oder Drumsticks 

Kommentar: Warum John Bonham?

Ja, ich bin vollkommen fasziniert von diesem Menschen (wie überhaupt von allem, was mit Led Zeppelin zu tun hat). Und es geht hier in erster Linie nicht um die zwei Seiten des John Bonham, sondern um ihn als Musiker. 
Wenn man sich Moby Dick anhört und dann sieht, wie dieser Berg von einem Mann hinter den Drums sitzt und darauf einhämmert, versteht man, woher der Spitzname Hammer of the Gods kommt. 
Man versteht, auch wenn man selbst nicht Schlagzeug spielt, in welchen Dimensionen man dieses Instrument nutzen kann, wie vielschichtig es ist, wie viel Können, Durchhaltevermögen und Gefühl es fordert, es zu beherrschen und was für einen großen Einfluss ein guter Drummer auf eine Band haben kann (und sollte). John Bonham konnte sich in einer Band wie Led Zeppelin derart profilieren, dass sie mit keinem anderen Schlagzeuger mehr weitermachen wollten. 
John Bonham verdanken wir, dass es Heavy Metal gibt.
Wir verdanken ihm, dass man zu Led Zeppelin Songs headbangen kann. 
Generationen von Schlagzeugern wurden von ihm inspiriert. 
Und das, obwohl er niemals Unterricht genommen hat. 

 Not everybody likes or understands a drum solo so I like to bring in effects and souns to keep their interest.
John Bonham 
  


Montag, 30. Juli 2012

Antoine de Saint-Exupéry


Childhood, youth and education in school


Antoine Jean-Baptiste Marie Roger Vicomte de Saint-Exupéry was born in Lyon on 29th June 1900. He was the third child out of five. Although his father died when he was just four years old Antoine’s childhood – until then spent at the family’s residence La Môle - was sheltered and happy. The family then moved to Le Mans in 1909 where Antoine was sent to a local school. Five years later a second move led the Saint-Exupérys to Ambérien-en-Bugey. In both of the two towns juvenile Antoine visited Jesuit Schools.  Finally Antoine attended a boarding school in Switzerland from 1915 to 1917. Here he achieved his Baccalauréat.

Attempts for a military career and military service for French air force


Antoine started to prepare for the service as a marine at Lycée Saint-Louis in Paris but eventually did not pass the exams after two years since he had inadequate marks in literature. It seems that he did not quite know what to do afterwards as he went to university to attend readings about architecture but as a mere visitor. Furthermore he tried to establish as a drawer, did drama and wrote poetry.
After all he began his military service in 1921 for the French air force where he was trained to be a pilot until 1923 when he suffered a skull fracture through a plane crash, was adjudged as not suited for further military work.

Working as a pilot and publishing literature


From then on Antoine worked as a deputy until he got jobs at different airlines. He also publishes his first literary work “L’aviateur”.  He went to Toulouse and worked as an aviator for transport flights to Dakar and Casablanca then he was transferred to Morocco.
In 1928 he published the novel “Courrier sud. The next year he became the director of an airline at Buenos Aires in Argentina. An air transport system for Patagonia was required.
It was already in 1931 that he returned to France and married author Consuelo Suncin Sandoval de Gómez. The couple never had children. He then worked on “Vol de nuit” and worked as a pilot for long-distance flights to Asia. From 1932 to 1939 he also worked as a journalist for different press institutions because the airline he had worked for was overtaken by Air France. At this stage his reputation as an author was already better than his image as an aviator. 
In 1935 he tried to reach the world record on a long-distance flight from Paris to Saigon but his plane crushed in the desert but he was able to do an emergency landing and survived. That caused further damage to his anyway endangered reputation. Stalin had invited him to Moscow in the same year. Antoine was obviously very impressed by the communistic principles as he published a praising piece of literature called “Moscou”, also visited the communist regime in Madrid during the Spanish Civil War and wrote two reports about those visits.
In February 1938 he wanted to set a world record when flying from New York City to Tierra del Fuego. Again his plane crushed – this time in Guatemala – and he was badly wounded. His novel “Terre des homes” deals with the experiences of the plane crush. The book was a bestseller and he won the “Grand Prix du Roman” with it.

Second World War and Death


Antoine was based at Algier from 1940 on to fly for exploration. He then emigrated and became a US citizen settling in New York. In 1943 he was for a start based at Algeria then at Sardegna.
Even though he was in war Antoine was very productive and wrote a lot such as his most memorable work “Le petite prince” which now is part of the world literature.
On 31st July 1944 he started from Borgos, Corsica for his last flight. He did not come back.

Theories and investigations concerning Antoine’s death


Since Antoine de Saint-Exupéry was known as a famous author and infamous aviator not only in France but also abroad and his death had happened so sudden and was so mysterious there were many suggestions and theories about his passing, some of them wild and far away from any reason, others reasonable and realistic. A common assumption, almost a fact was that Antoine’s plane crushed – this time with deadly consequences. The most interesting question remained: How?
Some people had the hypothesis that it could have been suicide but he could also have been shot by another aviator probably of the German air force whose pilots were alarmed when the external plane appeared on their radar.
In 1998 a fishermen found a bracelet in the coastal area of Marseille with an inscription that read:

Antoine de Saint-Exupéry (Consuelo), c/o Reynal and Hitchcock Inc., 386 4th Ave NYC

There were a lot of doubts on the originality of this bracelet although there is much information given which enhances the assumption that this bracelet really belonged to Antoine de Saint-Exupéry: his name, his wife’s name, his publishing company and his address.
Eventually pieces of a plane’s wreck were located around the find spot of the bracelet. In October 2003 it became official that those were the rests of Antoine’s plane. Close to them there lay also rests of a German plane so there was the opportunity of a collision. Finally it turned out that the German wreck was older.
A German team searching for the reasons of Antoine’s death found the man who had shot Antoine the saint-Exupéry. It was a German aviator named Horst Rippert.


Commentary: I chose Antoine de Saint-Exupéry to be my person of the month because of personal reasons. His novel “Le petite prince” has accompanied me since my early childhood when it was first read to me by my parents and grandparents and then by Ulrich Mühe on an audio book. I have read it several times and took it with me for a reading competition at school. It took me very long to understand the course and the meaning of this quite complex story but I was never so utterly confused or irritated that I stopped reading or listening to it. I was just so fascinated by this innocent prince who seems so naïve and sad at first sight. Through the course of the story more and more personality layers are added to this anyway mysterious prince – I do not know what to call him instead, Antoine was right, he definitely is a prince – so I still love to read this book. I will read it to my children one day. It is just so impressive and I wanted to know who that man was – Antoine de Saint-Exupéry. My mama had told me about him but I wanted to know more.
So I had to realise that he actually was not a good aviator. In fact he was infamous for his crushes and in the end the only reason why he was not fired was his fame as an author. I have to admit that this was a bit disappointing for me. Like many people I liked to see him as a hero. Now he is a very sad and somehow lonely person in my eyes although I did not find that much about his private life. But this new image of him makes “Le petite prince” even more real for me – as it deals with human emotions such as loneliness and deep sadness is it more believable if told by a lonely and sad person than by a splendid war hero. 


To live is to be slowly born. 
Antoine de Saint-Evupéry 


Über mich

Germany
Für meine Großmutter, Elisabeth.